1843
Ferdinand Ernst erweitert 1841/42 seinen landwirtschaftlichen Betrieb „Haldengut“ am Südhang des Lindberges in Winterthur um eine stattliche Brauerei. Im Winter 1842/43 wurde zum ersten Mal „Haldengut“ Bier gebraut.
1875
Nach dem Tod von Ferdinand Ernst beteiligt sich der württembergische Malz- und Getreidehändler Johann Georg Schoellhorn an der Brauerei. Zusammen mit Hans Ernst, dem 22-jährigen Sohn von Ferdinand Ernst, wurde die Kollektivgesellschaft „Ernst & Schöllhorn“ gegründet.
1889
Die Brauerei ist unterdessen mit einer Flaschenabfüllmaschine ausgestattet. Ebenfalls übernahm die Kollektivgesellschaft „Ernst & Schoellhorn“ die beiden Brauereien „Tivoli“ in Genf und „Bavaria“ in St. Gallen. Zusammen wurde die Aktiengesellschaft „Vereinigte Schweizer Brauereien“ gegründet.
1890
Nach dem Tod von Johann Georg Schoellhorn wird sein Sohn Fritz Schoellhorn mit 27 Jahren Geschäftsführer der Brauerei Haldengut.
1904
Die Brauerei Haldengut gehörte zu den Pionieren bezüglich Technik, sei es im Transportwesen (mit Saurer) oder in der Wärme- und Kältetechnik (mit den Gebrüdern Sulzer).
1909
Die erfolgreiche Brauerei wurde laufend um neue Keller für die Lagerung des Bieres, ein neues Sudhaus, Abfülleinrichtungen, Werkstätten uns so fort erweitert. Schon vor dem 1. Weltkrieg braute Haldengut 120'000HL Haldengut Bier und wuchs gleichzeitig zur viertgrössten Brauerei der Schweiz an.
1920
Auch wenn die grossen Biermengen immer mehr mit Lastkraftwagen oder mit der Eisenbahn transportiert wurden, spielten die Haldengut-Pferde immer eine wichtige Rolle im Leben der Brauerei.
1933
Tod von Fritz Schoellhorn, der nicht nur die Brauerei Haldengut zum Erfolg führte, sondern auch eine wichtige Persönlichkeit im schweizerischen und Europäischen Brauwesen war.
1937
Die Brauerei Haldengut war nicht nur eine Brauerei, sondern produzierte bis in die 80er Jahre als eine der letzten Brauereien auch Malz in einer grossen eigenen Mälzerei.
1950
Das Haldengut-Rössli des Grafikers Stöckli gilt nun schon seit über 50 Jahren als unverkennbares Signet für das Haldengut Bier.
1968
Haldengut feiert sein 125-jähriges Bestehen. Die traditionellen Stallbauten mussten einem neuen, modernen Betriebsgebäude weichen, um dem stetig wachsenden Absatz von Haldengut Bier gerecht zu werden. Anlässlich dieses Jubiläumsjahres wird ein neuer Slogan kreiert, welcher Schweizer Werbegeschichte schreiben wird: „Ende gut – Haldengut“.
1989
Wie schon 100 Jahre früher sucht die Brauerei Haldengut im harten Wettbewerb die Zusammenarbeit über die Grenzen des eigenen Absatzgebietes hinaus. So erfolgt schliesslich 1990 der Zusammenschluss mit der Calanda Bräu in Chur.
1994
Ein Jahr nach dem 150-jährigen Jubiläum des Haldengut Bieres beteiligt sich Heineken mehrheitlich an den Calanda Haldengut Brauereien und verlagert ihren Brauereistandort für den Schweizer Markt von Holland in die Schweiz nach Chur.
2002
Die Schweizer trinken immer weniger Bier. Seit 1990 ist der Pro-Kopf-Konsum von 71 auf 56.6 Liter gesunken. In Chur steht eine der modernsten Brauereien Europas. Haldengut wird fortan nach unverändertem Rezept in Chur gebraut und abgefüllt. Logo, Etiketten und Verpackungen werden umgestaltet. Das stilisierte Haldengut-Rössli spielt die zentrale Rolle im Auftritt von Haldengut.
2004
Die vier Shire-Kaltblüter Harry, Flair, Daisy und Maverick steuern mit der Pferdekutsche Gaststätten in der Winterthurer Altstadt an. An zahlreichen Anlässen bahnen sie sich mit dem Haldengut-Brauereigespann ihren Weg durch enge Gassen und vorbei an staunenden Menschen. Im Frühjahr 2004 lanciert Haldengut eine neue Werbekampagne: „Einfach Haldengut“.
2006
Haldengut investiert in die Region. Landwirte kultivieren für Haldengut einheimische Braugerste, mit welcher Haldengut verfeinert wird.
2008
Der Landbote meldet: „Heineken investiert wieder in Haldengut“. Haldengut startete eine grosse Promotion „Gewinne ein Stück Heimat“ und verloste als Hauptpreis einen echten Schweizer Traktor im Wert von über 100‘000 Franken.
